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Riga

Riga – Ausflug in die größte Stadt des Baltikums

Riga (Lettland) ist, abgesehen von Prag und Liberec (Tschechien), unser erster Besuch in einer osteuropäischen Großstadt.

Lettland ist seit 2004 Mitgleid der EU und hat seit 2014 den Euro, allerdings erkennt man bereits bei der Fahrt vom Flughafen zum Stadtzentrum von Riga sofort sehr deutlich, dass wir in Osteuropa bzw. in der ehemaligen Sowjetunion unterwegs sind: Alte, zum Teil zerfallene Häuser, schlechte Straßen und Autos bzw. Straßenbahen wie wir sie bisher nur aus der DDR kannten.

 

Riga

Angekommen in der Altstadt bietet sich aber sofort ein anderes Bild, eine hübsch hergerichtete Altstadt mit tollen Restaurants, Bars, individuellen Geschäften und wunderschönen alten Gebäuden.
Wir vebrachten insgesamt 2 spannende Tage in Riga und machten einen ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt und entlang der tollen Jungendstilhäuser. Besonders gefallen haben uns die kleinen Gassen mit den einladenen Cafés und individuellen Läden in der Altstadt.
Als Australien Liebhaber freuten wir uns natürlich am Abend besonders darüber, dass es in Riga einen Aussie Pub gibt, indem wir den ein oder anderen Bundaberg Rum geniessen konnten.

 

Sigulda und Jūrmala

Einen Tag unseres Kurztripps wollten wir dann aber noch nutzen, um neben der Hauptstadt auch noch etwas mehr von Lettland zu sehen.
Deshalb haben wir uns am letzen Tag einen Mietwagen genommen, um die Gegend um Sigulda, den Gauja Nationalpark und den Badeort Jūrmala zu besuchen.
Der Gauja Nationalpark hat uns sehr gut gefallen, da man dort sehr gut wandern gehen und historische Gebäude, wie Burgen, besuchen kann.

Der Badeort Jūrmala begeisterte uns aufgrund seines langen und breiten Sandstrandes, auch wenn man sich fragen muss, wie oft man diesen Wohl zum Baden nutzen kann, denn in Lettland ist es ja doch überwiegend sehr kalt.

 

Wir nutzten Riga für einen Kurztrip im November und können Riga für einen Kurztrip, z.B. ein verlängertes Wochenende, sehr empfehlen.

Australien Route 2018

Gibb River Road und Savannah Way – einmal quer durch den Norden Australiens

Die Region der Gibb River Road und die Gegend des Savannah Way gehören zu den am dünnsten besiedelten Gebieten auf der Erde.

Die Region um die Gibb River Road (Kimberlys) hat eine Fläche, die etwa so groß ist wie Deutschland und Österreich, doch hier wohnen gerade mal 40.000 Menschen. In Deutschland und Österreich wohnen über 90.000.000!

Die Region des Savannah Way ist viermal so groß wie Deutschland und in ihr leben nur 200.000 Menschen. Zieht man noch die beiden größten Städte ab, so bleiben auf diese riesige Fläche gerade noch 60.000! Das macht 15 Einwohner je km², zum Vergleich in Deutschland sind es 231 Einwohner je km².

Natur Pur. Unberührtes Buschland, eingerahmt von Gebirgsketten. Die Offroadpisten schütteln dich jeden Tag stundenlang durch.

Kannst du dir diese Freiheit, diese endlose Natur vorstellen? Über hunderte von Kilometern keine Menschenseele zu treffen?

Respekt, vielleicht sogar Angst, auf jeden Fall Aufregung. Das fühlen wir bei dem Gedanken, dass es bald los geht…

    Wernigerode

    4 Wochen = 28 Tage = 672 Stunden = 40.320 Minuten Australien und doch wie im Flug vergangen…

    Wir hatten wunderbare 3,5 Wochen unserem Allradcamper mit dem wir ca. 6.000km zurückgelegt haben. Die direkte Strecke von Broome bis Cairns hätte auf unserem Weg ca. 3.500km betragen, wir haben also ca. 2.500km für unsere Abenteuer ergänzt.

    Auf dem ganzen Weg kam nur ein Reifen zu Schaden, obwohl wir mehr als die Hälfte unserer Strecke auf unbefestigten Wegen zurück gelegt haben.
    Wir wurden sogar von Australiern, denen wir von unserem Offroadtrip erzählten, neugierig gefragt, ob sie sich die Strecke auch zutrauen können… 🙂

    Wir haben die Zeit an und in unserem Camper genossen – die Nähe zur Natur, keine Nachrichten, kein Fernsehen… Einfach nur die Einfachheit des Lebens, wenn man sich mal um nichts kümmern oder sorgen muss und wir hätten gewiss keine Schwierigkeiten auch noch länger für uns zu sein und die Abgeschiedenheit zu genießen.

    Auch die lockere Art der Australier begeistert uns bei jedem Besuch – die Frage wie es einem geht, bekommt man hier mehrmals täglich gestellt, das aber auf eine sehr angenehme nicht gestellte Art und Weise und man gewöhnt sich schnell daran, es den Autraliern gleich zu tun.
    Zudem sind wir auch in der Reisezeit der Südaustralier, die auf Grund des Wetters in den Norden reisen, unterwegs gewesen und haben einige Eltern getroffen, für die es ganz selbstverständlich war, die Ferienzeit ihres Nachwuchses von 3 auf 5 Wochen verlängert zu haben… Für uns ein großer Kontrast zu unserem Leben…

    Letztlich durften wir erneut die faszinierende Unterwasserwelt an den verbleibenden 4 Tagen erleben. Auch wenn es nicht das erste mal war, ist es immer wieder unglaublich und rührend, diese Welt sehen zu dürfen. Mit einer Schildkröte zu schwimmen, gehört für mich immer noch zu einem der atemberaubensten und friedlichsten Erlebnisse, in dem sich alles um einen herum vergessen lässt, zugleich.

    Wir sind traurig diese Welt nun wieder hinter uns lassen zu müssen, freuen uns aber auch jeden einzelnen von euch bald wieder zu sehen!

    So verabschieden wir uns von unserem diesjährigen Australienabenteuer mit ein paar Zeilen unseres Australienliedes:
    „Es liegt vor mir ein neues Abenteuer, er zerrt der Wind erneut an meinem Haar, der Staub der Straße hat mich endlich wieder, ich hatte fast vergessen wie es war… Wir ziehen weiter immer weiter bis der Mond die Sonne verführt, bis der Himmel die Erde berührt, immer weiter immer weiter […] (Saltatio Mortis – Wieder unterwegs)

    In diesem Sinne freuen wir uns einfach schon auf das nächste Abenteuer, das hoffentlich auf uns wartet… 🙂

    Fitzroy Island – Update

    Bevor wir unseren Camper abgegeben haben, besuchten wir noch den Botanischen Garten in Cairns.
    Dieser ist wirklich sehr schön und bietet einen tollen Einblick in die Pflanzenwelt Australiens.

    Für euch haben wir nochmal zwei Fotos vom Inneren des Campers gemacht…

    13:30Uhr ging unsere Fähre nach Fitzroy Island – eine kleine Insel vor der Küste Cairns, mitten im Great Barrier Reef. Hier haben wir als Kontrast zum Camperleben für 3 Nächte die Ocean Suite gebucht, ein Appartment, das fast so groß ist wie unser Haus… 😉

    Die Insel ist vor allem zum Schnorcheln beliebt, da die Insel aber auch komplett mit dichtem Regenwald bewachsen ist, wollen wir zusätzlich die Wanderwege erkunden.

    Da wir nun vier Tage hier verbringen, werden wir diesen Artikel aktualisieren, aber keinen neuen anlegen. Schaut also trotzdem gerne mal rein…

    Update 06. Juli 2018

    Die letzten beiden Tage entspannten wir am Strand, schnorchelten im Reef und machten ein paar Wanderungen auf der Insel.

    Die Wanderungen führen durch dichten Regenwald zu tollen Aussichten und schönen Stränden.

    Man kann direkt vom Strand aus schnorcheln und die bunten Fische und Korallen entdecken. Bei einem Schnorchelausflug konnten wir auch eine Schildkröte sehen und drei Riffhaien ziemlich nahe kommen.

    Auf der Insel gibt es ausserdem eine kleine Station, auf der kranke Schildkröten gepflegt werden, hier haben wir uns gestern umgeschaut. Viele Schildkröten werden krank und sterben schliesslich weil sie Plastiktüten im Meer für Qualen halten und sie essen. Diese verstopfen den Magen und die Schildkröten sterben langsam. Die Leute der Station retten solche Schildkröten und pflegen sie wieder gesund.

    Morgen ist dann leider unser letzter Tag in Australien und so werden wir heute Abend nochmal im Inselrestaurant essen und morgen schön Frühstücken, ehe es dann morgen Nachmittag mit Boot und Flugzeugen nach Hause geht.

    Samstag und Sonntag gibts dann nochmal Beiträge…

    Cairns

    Als wir vor etwas mehr als 3 Wochen in Broome landeten und unsere Tour begannen, da wirkte in der kleinen Stadt noch alles recht gewöhnlich. Es gibt gewohnte Einkaufsmöglichkeiten, Cafes und Restaurants, um aus zugehen und die üblichen Souverniergeschäfte zum schlendern.

    Beim Einkaufen fällt dann schon ein bisschen auf, dass man auch hier bereits ziemlich abgeschieden unterwegs ist. Auf dem Parkplatz kaum ein Auto, dass kein Geländewagen mit Ersatzreifen und Seilwinde ist und auch Preise im Supermarkt, die mit Deutschland nicht zu vergleichen sind. Doch wenn man den Ort verlässt, wird bald klar, dass man wirklich in abgelegene Gebiete aufbricht. Handy und Radioempfang verschwinden schon knapp hinter der Stadtgrenze und es warnt bald das erste Schild, dass hier die letzte Tankstelle für viele hundert Kilometer sei. Schnell wird aus dem gewöhnlichen Highway eine einspurige und später eine ungeteerte Piste. Es dauert nicht lange und es müssen Flüsse durchquert werden und die einzigen Gründe für einen unfreiwilligen Stopp sind nicht etwa Ampeln oder Staus sondern Tiere.
    An manchen Tagen trifft man kaum einen Menschen und sieht nur ganz vereinzelt mal ein Auto. Den Tagesrythmus bestimmt die Sonne und die einzige Attraktion ist die Natur und die Tierwelt.

    Wenn man dann nach ein paar Tagen mal an einem Roadhaus vorbei kommt, dann ist es schon eine kleine Sensation mal ein Eis oder einen frischen Kaffee zu bekommen. Manchmal gibt es sogar Strom zum Akku laden oder eine Toilette mit Spühlung…  Ein Roadhaus ist quasi eine Tankstelle mit kleinem Shop, Pub und Campground oder Motel, meist zu einer Farm gehörend.
    Sobald man diese Insel der Zivilisation verlässt, befindet man sich aber sofort wieder im Nirgendwo…

    Warum schreiben wir das, wir sind doch heute in Cairns, der grössten Stadt auf unserer Reise?

    Weil die Ankunft hier genau das Gegenteil war: Irgendwann wird die Schotterpiste wieder breiter und besser, plötzlich ist sie teilweise wieder geteert und irgendwann tauchen ab und zu ein paar Häuser am Strassenrand auf und die Roadhäuser werden häufiger. Bald gibt es wieder Radio und Handyempfang und irgendwann wieder Autohäuser und Fastfoodrestaurants.
    Plötzlich stehen wir seit etlichen tausend Kilometern mal wieder an einer Ampel, schauen uns um und sehen, dass kaum noch Geländewagen unterwegs sind.

    Wir sind in Cairns ( etwas über 100.000 Einwohner ) dem Ziel unserer Reise. Hier geben wir morgen den Camper ab und von hier fliegen wir Samstag wieder nach Hause. Cairns kennen wir bereits und so schreiben wir dieses Mal nicht viel dazu.

    Cairns ist eine tolle und junge Stadt, die direkt am Regenwald und am Great Barrier Reef liegt.
    Wir genossen einen Snack in unserem Lieblingscafe „Gloria Jean’s“, machten einen typischen Touri Stadtbummel und waren schön Abendessen in einem Restaurant, dass wir bereits bei unserer ersten Reise besuchten.

    Achja den Camper haben wir auch noch geputzt – könnt ihr euch den Dreck vorstellen!?

    Morgen geht es noch für drei Nächte auf die Insel Fitzroy Island mitten im Great Barrier Reef.