Tröllaskagi

Bis in die Westfjorde haben wir es dann heute doch nicht geschafft, denn wir haben uns für die Halbinsel Tröllaskagi etwas mehr Zeit genommen.

Es gab heute spektakuläre Lanschaften in den Fjorden direkt am Meer zu sehen, da das Wetter auch sehr sonnig war, konnten wir ein paar tolle Fotomotive festhalten.

Neben der Landschaft sind wir durch viele kleine und grösstenteils niedliche Städtchen gefahren, die vor allem im Winter Ausgangpunkte für Skitouren sind.

Wie z.B. Siglufjödur (1.200 Einwohner), die nördlichste Stadt Islands, nur 40km vom Polarkreis entfernt. Diese Stadt wird auch gerne mit St. Moritz verglichen.

Zudem gab es noch einige Orte mit historischen Gebäuden zu sehen.

Wir übernachten in Hvammstangi, einem grösseren Ort (564 Einwohner) direkt am Meer.

Akureyri

Heutiges Tagesziel ist die ‚Metropole‘ Akureyri, mit 18.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Islands.

Bevor wir abends durch die Fußgängerzone bummelten und schön Abendessen waren, verbrachten wir ein paar Stunden am Myvatn.

Der Myvatn ist ein idyllischer See, der umgeben ist von allerlei vulkanischer Aktivität und einer Vielzahl vulkanischer Formationen. So haben wir bei unseren Spaziergängen blubbernde und rauchende Erdlöcher gesehen, sind zwischen Lavaformationen und in deren Höhlen umher geklettert und haben die Landschaft am See bewundert.

Morgen machen wir uns dann auf in den Nordwesten zu den einsamen Westfjorden.

Askja

Der heutige Tag war ganz besonders und für uns mit vielen Highlights versehen.

Als erstes unternahmen wir eine Wanderung im Tal Vesturdalur. Ein reißender Gletscherfluss schlängelt sich hier entlang beeindruckender Lavaformationen – einer der schönsten Orte unserer bisherigen Reise.

Auf unserem Weg zu unserem heutigen Ziel legten wir noch einen typischen Touristenstopp am Dettifoss, einem der größten Wasserfälle Europas, ein. Hier stürzen riesige Wassermengen auf einer Breite von 100 Metern in 44 Meter Tiefe tosend herab.

Die darauffolgende Strecke war schon eine Herausforderung – ca. 100 km unbefestigte Straße durch Lavafelder auf sehr engen Straßen und mit 2 Flussquerungen. Die erste Durchquerung gestaltete sich noch recht einfach, bei der Zweiten mussten wir zumindest kurz überlegen, ob wir weiterfahren. Auf Grund unserer Erwartungen an das Tagesziel wagten wir die Durchfahrt – etwa 50 Meter breit und so tief, dass der untere Teil der Türen unter Wasser war – im Auto blieb es jedoch trocken… (Auf dem Bild seht ihr übrigens die kleinere und flachere der beiden Durchfahrten – die größere wollten wir tatsächlich nicht öfters als nötig durchfahren… 🙂 ) Sehr abenteurlich.

Einige Zeit und herausfordernde Strecke später erreichten wir nach einer kurzen Wanderung Askja und Vití. Einen Einsturzkessel, der auf Grund eines Vulkanausbruchs entstanden ist und den Explosionskrater. In der Mitte des Vulkankessels liegt ein milchig grünblauer See von 100 Metern Durchmesser. Ein atemberaumbendes Bild, der Abstieg zum Krater ist schwierig. Trotzdem trauten wir uns den rutschigen Abstieg und ich konnte es mir nicht nehmen lassen bei etwa 3°C Außentemperatur ein Bad in dem ca. 26°C warmen See mit Schwefelgruch zu nehmen. Ein einmaliges Erlebnis.

Den Rückweg mussten wir bei gefühlten -5°C und starkem Schneeregen über das Lavafeld zurücklegen.

Die Nacht verbringen wir ganz in der Nähe bei einer kleinen Berghütte.

Ásbyrgi

Den heutigen Tag starteten wir mit einer Walbeobachtungstour. Wir haben ja schon die eine oder andere Waltour an verschiedensten Orten der Welt gemacht und auch diese Tour war wieder ganz besonders. Wir hatten Glück Minkwale und Buckelwale zu sehen. Das Besondere an dieser Tour war die Nähe zu den Walen. Einer kam direkt an unser Boot, sodas wir ihn aus nächster Nähe betrachten konnten.

Das war natürlich ein tolles Erlebnis, auf der anderen Seite fühlte es sich jedoch auch nicht so gut an, da man hier ganz bewusst so nah wie möglich die Boote zu den Walen steuert. In anderen Ländern, wie Neuseeland und Australien, ist das nicht erlaubt und die Motoren werden ausgemacht sobald ein Wal in etwa 100 Metern Entfernung auftaucht. So kann das Tier entscheiden wie nahe es den Booten kommt…

Nach der Tour haben wir uns in einem Thermalbad oberhalb und mit Blick auf das Meer entspannt. Bei ca. 38°C und einem kühlen Drink haben wir es uns gut gehen lassen bevor wir noch eine Wanderung in einer Schlucht mit einem idylischem See unternommen haben.

Heute Nacht schlafen wir auf unserem bisher schönsten Campingplatz ganz in der Natur – einer Schlucht, dessen Form der Legende nach durch den Hufabdruck von Odins achtbeinigem Pferd Sleipnir entstanden ist.

Húsavík

Heute ging es auf der Hochlandpiste Sprengisandur quer durch die Mitte Islands.

Wir durchquerten eine extrem einsame Gegend, eine Wüste aus Asche und Steinen… und dazu einige Teils anspruchsvolle Flussdurchquerungen.
Der heutige Tag war ein Fahrtag – ca. 350km – 8 Stunden.

Wir übernachten in Husavik (2.300 Einwohner), hoch im isländischen Norden nahe des Polarkreises, direkt am Meer. Der schöne Ort lebt vom Fischfang und ist Startpunkt für die besten Walbeobachtungstouren des Landes.
Also waren wir mal lecker Abendessen im Restaurant und werden morgen zu einer Waltour aufbrechen.