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Hvammstangi

Heute ging es zum Abschluss der Westfjorde-Tour noch durch den Süden der Westfjorde und dann wieder zurück in den Norden Islands.

Die Tour durch diese Region war wirklich fantastisch.
Es gibt zwar wenige touristische Highlights, dafür aber atemberaubende unberührte Natur, viele unglaubliche Ausblicke und unzählige Wasserfälle.

Viele Orte hatten wir ganz für uns allein und so konnten wir in absoluter Abgeschiedenheit baden und übernachten, aber auch die kleinen Orte waren gemütlich und liessen uns bei Kaffee und gutem Essen entspannen.
Für uns eine tolle Gegend, die es zu besuchen lohnt.

Nun sind wir zurück in Hvammastangi, dem Ort in dem wir vor unserem Abstecher in die Westfjorde auch schon übernachtet haben. Von hier aus geht es dann morgen nochmals durch das einsame Hochland, zurück in Richtung Hauptstadt, die wir dann am Samstag erreichen.

Rauðasandur

Unser heutiger Weg führte uns durch die westlichen Westfjorde bis in den Süden – die Straße schlängelte sich zu großen Teilen immer an der Küste entlang und ab und zu ging es über die hohen Ebenen mit wunderschönen Ausblicken auf die Fjordlandschaft.

Der Wasserfall Dynjandi ist ein Grund warum die Touristen den Weg in die Westfjorde auf sich nehmen – auch wir genossen den majestetischen Anblick. Über eine Gesamthöhe von 186 m und insgesamt 6 Wasserfällen zeigt sich dieses Naturschauspiel. Auf einer kurzen Wanderung liefen wir bis zum oberen und größten Wasserfall, der sich über eine Höhe von 100 m erstreckt – tatsächlich einer der schönsten und beeindruckensten Wasserfälle die wir auf Island gesehen haben.

Die Nacht verbringen wir in Melanes, hier haben wir zum ersten mal einen weißen Sandstrand auf Island gesehen.

Zusätzlich gibt es heute noch unser Gewinnspiel… Dieses mal haben wir uns für ein „Rätselbild“ entschieden. Auf einer unserer Wanderungen sind wir der folgenden Felsformation begegnet, die Isländer sehen hierin natürlich nicht einfach nur Steine, sondern…

Wer es errät und dabei am nächsten von allen Teilnehmern an die Lösung herankommt, bekommt wieder ein kleines Geschenk von uns. Gekauft ist es schon und kommt aus der Region, in der wir gerade unterwegs sind.

Wir freuen uns auf eure Ideen, viel Spaß beim Raten.

Isafjördur

Da die gestrige Schotterstrasse eine Sackgasse war, ging es heute also den ganzen spektakulären Weg zurück und dann weiter durch die Westfjorde nach Westen.

Heute haben wir viele Fjorde befahren, das dauert lange, muss man doch immer an der einen Seite in den Fjord hinein fahren und anschliessend auf der anderen Seite wieder herraus. Aber es hat seinen Reiz, denn man sieht das Meer, die Berge und die Gletscher in immer anderen Perspektiven.

Auf der etwas über 200km langen Passage gibt es keinen nennenswerten Ort und keine Geschäfte, dafür viel Natur und tolle Ausblicke auf das Meer mit Walen und Seelöwen.

Neben vielen Stopps an Aussichtspunkten haben wir in einer kleinen Salzfabrik halt gemacht, in der isländisches Salz anstatt mit Hilfe der Sonne mit Hilfe von Erdwärme hergestellt wird.

Auf dem weiteren Weg gab es noch ein kleines Museum zum arktischen Fuchs ehe wir unser Tagesziel „Isafjördur“ erreichten. Isafjördur ist die grösste Stadt der Westfjorde (2.700 Einwohner), bietet den einzigen richtigen Supermarkt und auch sonstige Annehmlichkeiten. Also unternahmen wir bei strahlendem Sonnenschein einen Stadtbummel, gingen in Souvenierläden, tranken Kaffee und stockten unsere Vorräte auf.

Am Abend kehrten wir dann anlässlich Nicis Geburtstags noch zum Abendessen in ein typisches Restaurant ein.

Nordurfjödur

Heute also endlich die Westfjorde, unsere eigentliche Intention nach Island zu reisen.

Aber bevor es los ging wurde es heute Nacht erstmal spannend, denn die Nordlichter App sagte, es besteht zu 30% die Chance auf Nordlichter – Bestwert des bisherigen Urlaubs. Also Wecker auf mitten in die Nacht gestellt und wie ihr auf einem Bild sehen könnt, gab es tatsächlich Nordlichter zu sehen – was für ein Erlebnis!

Morgens ging es dann auf in Richtung Westfjorde.
Die Westfjorde sind sehr abgelegen und aufwändig zu bereisen, daher werden sie von den meisten Island Touristen ausgelassen. Überall in Island explodieren die Touristenzahlen, aber hier in den Westfjorden sind sie rückläufig.

Zuerst geht es an die Ostküste in die Region Strandir. Wir fahren mehr als 100 holprige Kilometer auf Schotterstrassen um die Fjorde immer am Meer entlang. Wenige Menschen leben hier, manche Dörfer sind längst unbewohnt und im Winter ist die Gegend lange von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Schotterpiste führt immer dicht am Meer entlang und weil die Abhänge sehr steil sind, kommt man nur langsam voran. Von den vielen imposanten schroffen Bergen stürzen unzählige kleine Wasserfälle ins Meer und eine Bucht mit schwarzem Sandstrand reiht sich an die andere.

In der gesamten Gegend entlang der Schotterpiste leben gerade gut 50 Menschen und unser Ziel ist es diese bis zum Ende zu fahren, denn dort wartet das wohl einsamste Schwimmbad Islands „Krossneslaug – Schwimmbad am Ende der Welt“. Ein Pool direkt am Meer, der von einer heissen Quelle gespeist wird und (was für ein Glück) für uns ganz allein zur Verfügung steht.

Die Region Strandir können wir nur empfehlen. Wie ein Ausflug in eine vergangene Zeit… Wir bewundern die Menschen, die sich für ein Leben ohne moderne Annehmlichkeiten entscheiden, aber sind auch verwundert, wie man hier den Winter überleben kann.
Es gefällt uns hier, denn hier kann man sich noch frei und unbeschwert abseits der Hauptattraktionen bewegen, die klare Luft atmen und ganz für sich sein.

Wir übernachten kurz vor Ende der Strasse in dem winzigen Ort Nordurfjödur ganz allein auf einer Wiese direkt am Meer und vielleicht fahren wir hier nie wieder weg… 🙂

Tröllaskagi

Bis in die Westfjorde haben wir es dann heute doch nicht geschafft, denn wir haben uns für die Halbinsel Tröllaskagi etwas mehr Zeit genommen.

Es gab heute spektakuläre Lanschaften in den Fjorden direkt am Meer zu sehen, da das Wetter auch sehr sonnig war, konnten wir ein paar tolle Fotomotive festhalten.

Neben der Landschaft sind wir durch viele kleine und grösstenteils niedliche Städtchen gefahren, die vor allem im Winter Ausgangpunkte für Skitouren sind.

Wie z.B. Siglufjödur (1.200 Einwohner), die nördlichste Stadt Islands, nur 40km vom Polarkreis entfernt. Diese Stadt wird auch gerne mit St. Moritz verglichen.

Zudem gab es noch einige Orte mit historischen Gebäuden zu sehen.

Wir übernachten in Hvammstangi, einem grösseren Ort (564 Einwohner) direkt am Meer.