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Vagar

Ein wirklich schöner Tag geht zu Ende.

Bereits am frühen Morgen wurden wir von einigen Sonnenstrahlen geweckt und so machten wir uns direkt auf den Weg zum Múlafossur – DEM Wasserfall, der bei der Suche nach den Färöern in den Ergebnissen immer weit oben zu finden ist. Wir genießen diesen schönen Anblick – dank der Reisebeschränkungen aktuell – auch ganz für uns allein! 😉

Im Anschluss machen wir noch einen kurzen Stop in einem kleinen, sehr gemütlichen Dorf direkt am Meer – Bøur, bevor wir zu einer längeren Wanderung zu den Sklavenklippen aufbrechen. Ein atemberaubender Ort. Nach einer Sage sollen die Wikinger einst ihre Leibeigenen, die zum Arbeiten zu alt waren, von dem Kap ins Meer geworfen haben – wir hoffen, dass es nur eine Sage ist.

Vor dem Weg zurück nach Tórshavn und einem leckeren Sushi- Abend schauen wir uns noch den Trollfinger an.

Tórshavn

Heute Nacht um 2:27 Uhr bekamen wir die gespannt erwartete Rückmeldung von den zwangsweise durchgeführten Corona-Tests: „All the Covid-19 test results of passengers onboard RC 0471 28.June were NEGATIVE.“ Über diese Nachricht waren wir sehr erleichtert, heißt es nun für uns, dass wir frei reisen dürfen und unseren Urlaub nicht in Quarantäne verbringen müssen.

Bevor wir von unserem ersten Tag berichten, ein paar kurze Fakten zu unserem aktuellen Urlaubsland:

  • Färöer bedeutet Schafsinseln, knapp 50.000 Bewohner teilen sich die Inseln mit 80.000 Schafen
  • Hauptstadt der Inseln ist Tórshavn und klingt für uns schon nach einer rauen Wikinger-Stadt
  • mit rund 20.000 Einwohnern zählt die Hauptstadt zu den Kleinsten der Welt
  • die Färöer Inseln sind ein eigenständig regierendes Gebiet, allerdings unter der Hoheitsgewalt Dänemarks
  • es gibt keine eigene Armee und die Inseln gehören nicht zur EU
  • die Färöer bestehen aus 18 kleinen Inseln, kein Punkt ist weiter als 5 km vom Meer entfernt

Den ersten Tag verbrachten wir in Tórshavn und machten einen schönen Spaziergang, dabei besuchten wir den Hafen, viele kleine Gassen in der Innenstadt, den Stadtpark und ein Freilichtmuseum, in dem man einen Eindruck von dem Leben um 1772 bekommt.

Tórshavn ist eine sehr abwechslungsreiche Stadt mit vielen alten Gebäuden, sehr schönen Gassen und einem ländlichen Charme. An einigen Orten bemerkt man nicht, dass man sich in der Hauptstadt befindet, eher hatten wir den Eindruck mitten in der Natur zu sein. Uns gefällt diese kleine Hauptstadt richtig gut.

Färöer – Anreise

Eigentlich sind wir zeitlich immer recht entspannt, aber da wir aktuell nicht einschätzen können wie lange Grenzkontrollen dauern, machen wir uns bereits früh am Morgen auf den Weg nach Dänemark.

Glücklicherweise war die Schlange an der Grenze recht kurz und wir wurden auch nur nach unseren Pässen und Flugtickets gefragt, bevor wir nach Dänemark einreisen durften.

Also hatten wir noch etwas Zeit und besuchten den Ort Kolding, machten einen kleinen Stadtspaziergang bevor wir noch eine Runde durch den „Lego-Ort“ Billund drehten und zum Flughafen fuhren.

Mittlerweile sind wir auf den Färöern angekommen,haben den Corona-Test hinter uns gebracht und warten nun auf ein negatives Testergebnis.

Flensburg

Auf unserem Weg auf die Färöer sind wir bereits gestern nach Flensburg gefahren und haben uns am Nachmittag die Stadt angesehen.

Flensburg wird auch als dänischste Stadt Deutschlands bezeichnet und hat eine wirklich schöne Altstadt mit idyllischen Hinterhöfen.

Angekommen sind wir bei Starkregen mit Hagel und Gewitter. Bei unserer Tour durch die Stadt konnte man das auch noch Stunden später an vielen Stellen sehen – überschwemmte Straßen und Fußwege und Restaurants oder Geschäfte, in denen das Wasser knöchelhoch stand…

Wernigerode und Auflösung Rätsel

Wie gewohnt, möchten wir unseren Urlaub nochmal zusammenfassen und unsere Gedanken mit euch teilen.

Zu Beginn unserer Reise waren wir überglücklich Australien erreicht zu haben und ließen es uns auf Tasmanien gut gehen. Wir hatten eine wundervolle Zeit – mit atemberaubender Natur, einmaligen Tiererlebnissen und einer für uns so wichtigen Ruhe.

Natürlich hielten wir uns über die Lage in der Welt und vor allem in Australien auf dem Laufenden… Zu Beginn hätten wir jedoch nicht damit gerechnet, was das alles auslösen wird.

Sich während seines Urlaubs mit so vielen Fragen auseinander setzen, wie im Alltag auf einmal unerwartete Entscheidungen treffen und dann doch auf so viel Glück hoffen zu müssen, war für uns eine neue Erfahrung…

Allerdings haben wir auch Bestätigung gefunden wie wichtig es ist, sich Gedanken über mögliche Auswirkungen zu machen und sich zu überlegen wie man möglichen Problemen begegnen kann, um am Ende zumindest einen Plan zu haben, hinter dem man gemeinsam steht und den man verfolgen kann.

Natürlich wissen wir, dass die Lage in Deutschland ähnlich ist wie in Australien, aber wir wissen eben auch, dass wir nun zumindest zu Hause sind!

Wir hoffen sehr, dass sich die Lage schnell wieder erholt und es keine Auswirkungen auf zukünftiges Reisen haben wird. Denn wir wünschen uns, dass dies auch weiterhin für uns einen Mittelpunkt bildet.

Wir hoffen ihr hattet genauso viel Freude an unserer Reise wie wir. Wir haben uns gefreut euch unsere schönen Erlebnisse zu zeigen. Auch hat es uns geholfen, unsere Sorgen etwas mit euch zu teilen und eure lieben Worte zu lesen!

Während der letzten Tage haben wir uns viele Gedanken gemacht und dabei vor allem festgestellt, dass wir es in unserem Leben zum ersten Mal erlebt haben, dass wir nicht einfach tun können worauf wir Lust haben. Zum ersten Mal werden wir fremdbestimmt und erfahren, wie es sich anfühlt in seiner Freiheit eingeschränkt zu werden. Dies sollte uns alle anregen über unsere Zukunft nachzudenken, darüber was wirklich wichtig ist und wie wir es zum Ausdruck bringen.

Wir freuen uns bereits auf unser nächstes Abenteuer – dann hoffentlich wieder sorgenfrei und unbeschwert!

Zum Abschluss hier noch ein paar unserer Lieblingsbilder.

Natürlich haben wir auch die Auflösung unseres Rätsels für euch:

Arcteryx 48 Meter
Rene 56,34 Meter
Vanessa 63,7 Meter
Jens 69 Meter
Jens 69 Meter
Bella 72 Meter
Elke 73 Meter
Schuster 74 Meter
Tine 84,75 Meter
Patrick 92 Meter
Andreas 92,6 Meter

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, der Baum ist etwa 79 Meter hoch.
Sehr knapp hat somit Schuster gewonnen, aber wer mit dem FCM tippt, kann ja eigentlich auch nur gewinnen. 🙂
Herzlichen Glückwunsch!